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Post E-Mail – Plötzlich geht nichts mehr!



Datum 

04.02.2024

Einleitung

Gemäss dem Post-Helpdesk hat jeder Kunde der Post eine Benachrichtigung bekommen, in welchem die Post mitteilt, dass am 23. Januar endlich die Post Ihren E-Mail-Verkehr absichert.


Am 23. Januar 2024 wird POST die unsicheren und nicht authentifizierten Verbindungsmethoden zu unseren Plattformen schrittweise abschaffen.

Wenn Sie auf diese Seite verwiesen wurden, lesen Sie bitte den Konnektivitätsleitfaden unten, der für Ihren Anwendungsfall am besten geeignet ist.

Sowohl POP3/IMAP- als auch SMTP-Konfigurationen müssen eine sichere Verbindung (SSL/TLS) und einen Benutzernamen/Passwort verwenden.


Was bedeutet dies im Umkehrschluss?

Dass die Post seit jeher eine unsichere nicht authentifizierte Verbindungsmethode verwendet hat, und keine sichere, verschlüsselte Verbindung benutzt hat, um E-Mails zu empfangen, oder zu versenden. Eine absolute Glanzleistung.


Das Mysterium der angeblichen Mitteilung?

Anscheinend ging die Post davon aus, dass jeder im Land Webmail nutzt und hat die Umstellung in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ohne Folgenabschätzung durchgeführt. Und plötzlich ging gar nichts mehr. Sowohl Smartphones als auch Computer versagten kläglich beim Empfangen und Versenden von E-Mails und trieben die Postkunden zur Verzweiflung. Womöglich auch deshalb erhielt niemand die angebliche Postmitteilung über die bevorstehende Umstellung.

Auf der Suche nach Hilfe und dem Schuldigen

Die Kunden reagierten panisch und verlangten sofortige Hilfe. Einige schreckten nicht einmal davor zurück, IT-Unternehmen wie uns für das Problem verantwortlich zu machen. Kaum jemand kam auf die Idee, dass die Post selbst hinter dem Debakel steckte. Und so wähnte sich der Helpdesk der Post in Sicherheit, bis die ersten Anrufe kamen. Dann versuchte man, die Wogen zu glätten und selbst zu verstehen, was vorgefallen war. Schließlich wurde alles getan, um Lösungen anzubieten. Für alle Betroffenen hier noch die Rufnummer der Post-Helpline: 8002 8004

Microsoft, Apple & Co

Mit den Launen von Microsoft, Apple & Co. hatten die Postler allerdings nicht gerechnet. Denn deren E-Mail-Programme sind zum Teil unberechenbar, voller Fehler, reagieren willkürlich, verweigern den Dienst sowie neue Konfigurationen oder simulieren eine erfolgreiche Verbindung, um Sekunden später wieder in einem Meer von Problemen zu versinken. Ein Albtraum für jeden Techniker.  So wird die an sich harmlose Umstellung oft zum Eiertanz, der manchmal sogar mit einem Totalverlust der E-Mail-Daten endet.

Backup

Deshalb lautet das Zauberwort wie so oft in der Informatik: Backup. Zumal wenn man mit dem Pop-Protokoll arbeitete. Doch auch IMAP-Benutzer berichten von blankem Horror nachdem Sie Ihre E-Mail-Einstellungen abgeändert haben. Denn plötzlich war alles weg, oder es funktionierte noch weniger als zuvor.

IMAP – Das gewünschte E-Mail-Protokoll der Post

Zitat Post „IMAP (Internet Message Access Protocol) und POP (Post Office Protocol) sind beide E-Mail-Protokolle, die zum Abrufen von E-Mail-Nachrichten von einem Server verwendet werden. Allerdings bietet IMAP gegenüber POP mehrere Vorteile, die es für viele Benutzer zur besseren Wahl machen.

·         Synchronisierung: IMAP ermöglicht Ihnen die Synchronisierung Ihrer E-Mails auf mehreren Geräten, einschließlich Smartphones, Tablets und Computern. Wenn Sie eine Nachricht auf einem Gerät lesen, löschen oder verschieben, werden diese Änderungen auf allen anderen Geräten übernommen. POP hingegen lädt Ihre Nachrichten auf Ihr lokales Gerät herunter und löscht sie dann vom Server, sodass Ihre E-Mail nur auf dem Gerät verfügbar ist, auf das sie heruntergeladen wurde.

·         Speicherung: Da IMAP Ihre E-Mails auf dem Server speichert, können Sie von jedem Gerät mit Internetverbindung auf Ihr gesamtes E-Mail-Archiv zugreifen. Bei POP ist die E-Mail, sobald sie auf Ihr Gerät heruntergeladen wurde, nicht mehr auf dem Server verfügbar. Dies kann Ihre Möglichkeiten einschränken, von anderen Geräten aus auf Ihr E-Mail-Archiv zuzugreifen oder Backups durchzuführen. Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen POP3 und IMAP besteht darin, dass der Benutzer beim POP3-Protokoll die E-Mails herunterladen muss, bevor er darauf zugreifen kann, während der Benutzer beim IMAP-Protokoll den Inhalt der E-Mails vor dem Herunterladen teilweise überprüfen kann.

·         Suche: Mit IMAP können Sie Ihr gesamtes E-Mail-Archiv auf dem Server durchsuchen, einschließlich Nachrichten, die derzeit nicht auf Ihr Gerät heruntergeladen sind. Mit POP hingegen können Sie nur nach Nachrichten suchen, die auf Ihr Gerät heruntergeladen wurden.

·         Sicherheit: IMAP unterstützt Verschlüsselungsprotokolle wie SSL und TLS, die Ihren E-Mail-Verkehr zwischen Ihrem Gerät und dem Server verschlüsseln. POP bietet jedoch standardmäßig keine Verschlüsselung, was bedeutet, dass Ihre E-Mails von Angreifern abgefangen und gelesen werden könnten, wenn Sie eine ungesicherte Verbindung verwenden.“

Bei Ihrer Schwärmerei für das IMAP-Protokoll, hat die Post vergessen, dass die Verschlüsselung bei IMAP und POP vom E-Mail-Programm angeboten und unterstützt werden muss, ansonsten beide Protokolle grundsächlich reine Textnachrichten verschicken. Ein gutes E-Mail-Programm bietet sowohl für IMAP als auch für POP eine verschlüsselte Verbindung an.

 

Kurz gesagt,

Es ist sehr lobenswert, dass es der Post im Jahr 2024 endlich gelungen ist, sichere, authentifizierte und verschlüsselte Verbindungsmethoden beim E-Mail-Empfang und Versand einzusetzen. Schade nur, dass die Umsetzung so holprig verlaufen ist. Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass die neu geforderte Konfiguration bei Verwendung des POP-Protokolls auf älteren Geräten fast nie funktioniert. Die besten Chancen hat man mit dem IMAP-Protokoll, das von der Post in den Himmel gelobt wird. Schließlich bleiben bei IMAP die E-Mails auf dem Postserver, wo sie Speicherplatz verbrauchen. Und wenn man seine E-Mails abfragt, verbraucht man ständig Datenvolumen. Aber auch hierfür hat die Post auch eine Lösung parat: Wenn das eine oder andere aufgebraucht ist, kann man es nachkaufen. Allerdings verschweigt sie ihren Kundinnen und Kunden, dass bei der Verwendung von IMAP,  im Notfall alles weg ist. Denn für Privatpersonen gibt es seitens der Post kein Backup.

Abschließend

weisen wir darauf hin, dass wir Ihnen jederzeit bei der Lösung Ihrer E-Mail-Probleme gerne zur Verfügung stehen.

Quelle

 

Internetnachrichtendienste und Foren

 

Unser Blog verzichtet auf weiterführende Links, da wir nicht garantieren können, dass die Zieladresse weiterhin existiert und das anzeigt, wovon wir beim Erstellen des Blogs ausgingen.

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