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  • Marcel

Staatsanwaltschaft interessiert sich für Apple-Methoden zur Gewinnmaximierung bei Reparaturen


Datum

22.05.2023

Einleitung

In Zeiten der Nachhaltigkeit ist es völlig normal, dass man einen Computer problemlos reparieren kann. Zumindest sollte es so sein. Es sei denn, man hat sich ein Billig-Modell oder ein Apple-Gerät gekauft. Doch selbst beim Billig-Modell können noch diverse Teile austauscht werden. Bei Apple hingegen wurde alles darangesetzt, die Reparatur zu verhindern oder sie so kostspielig wie möglich zu gestalten.

Die Politik macht Druck

Obwohl Apple immer wieder argumentiert, dass im Sinne der Qualität, Reparaturen und Ersatzteile nur von zertifizierten Werkstätten stammen dürfen, zweifelt inzwischen selbst die Politik an dieser Argumentation. Denn warum sollten alle anderen Reparaturbetriebe, außer jenen von Apple, schlampig arbeiten, und alle Ersatzteile anderer Hersteller Schrott sein? Außerdem ist es nicht nachvollziehbar, warum Apple immer wieder versucht, ein Standardteil so abzuändern und mit Patenten abzusichern, dass nur der Konzern selbst über das Ersatzteil verfügt und es dementsprechend teuer verkaufen kann. Um Abhilfe zu schaffen, wurde Ende 2022 Apple vom Gesetzgeber gezwungen, Reparaturen durch freie Werkstätten zuzulassen und Ersatzteile zur Verfügung zu stellen.

Ist jetzt alles ok?

Eigentlich sollte jetzt alles in Ordnung sein, doch da hatten die Politiker die Rechnung ohne Apple gemacht. Denn der Konzern ließ zwar nun Reparaturen zu, doch sorgte gleichzeitig dafür, dass die freien Werkstätten spezielles Werkzeug brauchten, welches, wie kann es auch anders sein, nur bei Apple gemietet werden kann. Zudem scheint der Konzern seine Monopolstellung dazu genutzt zu haben, den Preis für die freien Werkstätten so zu optimieren, dass die Reparaturkosten kaum günstiger sind als die von den Konzernwerkstätten.

Die Pariser Staatanwaltschaft eröffnet jetzt Ihre Ermittlungen

Die Pariser Staatsanwaltschaft glaubt nicht an Zufälle und verdächtigt den Konzern der Ausnutzung seines Monopols zur Gewinnmaximierung auf Kosten der Kunden. Ein Verdacht, den bereits der EU-Industriekommissar Thierry Breton geäußert hat, als es in der Gerüchteküche im Internet immer deutlicher wurde, dass Apple die EU-Richtlinie für einheitliche Ladegeräte umdeuten will.

So möchte der Konzern, mit einer fadenscheinigen Argumentation, die nun vorgeschriebenen Ladegeräte und Kabel so abändern, dass sie sich erneut vom Standard unterscheiden und somit Apple-Exklusivzubehör werden.

Dadurch kann Apple seine Gewinnvorstellungen auf dem betroffenen Zubehör erneut durchsetzen und sein Monopol behalten. Allerdings ist der EU-Industriekommissar nicht gewillt, den Plan des Herstellers zu dulden und hat bereits Gegenmaßnahmen angekündigt.

Fazit

Apple zeigt sich gerne als selbstloser, umweltbewusster und trendbewusster Konzern. In Wirklichkeit ist der Konzern lediglich ein Unternehmen, das eiskalt Gesetzeslücken, Trends und sein Monopol zur Gewinnoptimierung ausnutzt.

Quellen

Internetnachrichtenportals

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