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  • Marcel

Microsoft propagiert Nachhaltigkeit und sorgt für Elektroschrott


Datum

01.07.2023

Einleitung

Jeder geht davon aus, dass ein Computer erst dann ersetzt wird, wenn er den Geist aufgegeben hat. Doch die mächtige Lobby der Digitalindustrie hat längst Maßnahmen ergriffen, um den Austausch zu beschleunigen. Und während Politiker und Lobbyisten von Nachhaltigkeit und Klimaneutralität reden, wird im Hintergrund alles getan, um den Konsum anzukurbeln.

Hardware- und Softwarestolpersteine sorgen für vorzeitiges Ende

Dies kann bedeuten, dass ein Upgrade aufgrund fehlender technischer Spezifikationen verhindert wird, oder dass ein Gerät einfach nicht mehr mit Updates versorgt wird und somit dem digitalen Tod geweiht ist. Der Fachbegriff für diese Option lautet EOL „End of Life“.

Windows 10 EOL

Wer im Internet nach „Windows 10 EOL“ sucht, bekommt als Antwort den 14. Oktober 2025. Bis dahin knipst Microsoft dem Betriebssystem ein Lebenslicht nach dem anderen aus und sorgt mit immer aggressiveren Methoden dafür, dass der Nutzer auf Windows 11 umsteigt. Gibt er dem Druck nach, bekommt er vom Betriebssystem oft die Meldung: "Windows 11 kann auf diesem PC nicht ausgeführt werden".

Was ist der Grund?

Microsoft hat die technischen Voraussetzungen für den Umstieg auf Windows 11 im Voraus festgelegt.

Hierzu gehören:

- ein kompatibler Prozessor (die gesamte Liste kann man bei Microsoft einsehen)

- ein TPM 2.0 Sicherheitschip

- Secure Boot

- UEFI BOOT

- Schemaänderung des Partitionstyps von MBR auf GPT

Selbst neu verkaufte Geräte verfügen nicht über die nötige Technik

Schnäppchenjäger im Internet kaufen immer noch gerne Windows 10 Computer, die nicht über die technischen Voraussetzungen für ein Upgrade auf Windows 11 verfügen. Besonders ärgerlich ist die Prozessorsperre, von der 42 Prozent der aktuellen Windows-10-PCs betroffen sind.


Computerzeitschriften und Foren geben Tipps, um die Sperre zu umgehen

Da Millionen von Anwendern ihre Geräte nicht updaten können und sich keinen neuen PC leisten können, haben verantwortungslose Schreiberlinge, dubiose Berater, Scharlatane und Bastler Hochkonjunktur. Mit diversen Tricks wird versucht, die Kontrollen von Microsoft zu umgehen und das Update doch noch durchzuführen. Dass dabei ein Großteil der Rechner nach dem Eingriff direkt mit einem Bluescreen den Geist aufgibt und die anderen mit Gottes Gnade bei jedem Windows 11 Update in einer völlig unbekannten Sicherheitsumgebung dahinvegetieren, wird ausgeblendet.


Fazit


Wenn Ihr PC das Upgrade auf Windows 11 nicht freigibt, sollten Sie Ihren Rechner von einem Fachmann auf Kompatibilität überprüfen lassen. Dieser berät Sie auch über eventuelle Möglichkeiten, um Ihr Gerät den Vorgaben von Windows 11 anzupassen.


Das Upgrade von Windows 10 auf 11 ist immer mit Risiken verbunden und kann in einem nicht überbrückbaren Bluescreen, oder einem totalen Datenverlust enden. Führen Sie vor dem Upgrade unbedingt ein Backup durch.


Wenn Sie nicht über informatische Kenntnisse verfügen, sollten Sie das Upgrade unbedingt einem Fachmann überlassen. Denn das Upgrade sorgt immer für nicht direkt erkennbare Kollateralschäden, die im Interesse der Sicherheit und Stabilität des Betriebssystems nach dem Upgrade behoben werden müssen.


Selbst wenn Ihr Rechner die Migration hinbekommen hat, bedeutet dies nicht, dass er die nächsten Updates übersteht. Schließlich hat Windows 11 höhere technische Anforderungen als Windows 10 und bedarf oft technischer Aufrüstung. Je preiswerter Ihr Gerät bei der Anschaffung war, umso wahrscheinlicher kommt es nach der Migration zu Problemen. Preiswerte Geräte können selten aufgerüstet werden, da die Komponenten preisoptimiert aufeinander abgestimmt wurden und der Hersteller ein Hardwareupgrade beim Design des Rechners nicht vorgesehen hat. Auch dies kann ein Fachmann direkt beurteilen.


Sollten Sie aktuell einen neuen Rechner erwerben, müssen Sie darauf achten, dass dieser mindestens über einen Intel-Prozessor der 12ten Generation verfügt. Bei AMD-Prozessoren geht man bei Windows 11 inzwischen ein Risiko ein, da diese öfters nach Microsoft Updates für Probleme sorgen.


Bitte beachten Sie, dass der Computermarkt immer noch mit unverkauften Geräten aus der Pandemiezeit überschwemmt ist. Findige Händler versuchen, diese technisch überlebten Computer, Smartphones, Tablets etc. an Schnäppchenjäger zu verkaufen. Erst später stellen die Käufer fest, dass ihr neu erworbenes Gerät vom Hersteller bereits abgekündigt wurde und keine Treiber-Updates mehr erhält.


Andererseits tappen Käufer von Billiggeräten oft in die zeitversetzte Kostenfalle der Hersteller. Diese zwingen sie bei der Einrichtung ihrer Computer dazu, zunächst kostenlose und später kostenpflichtige Internetdienste und Programme zu aktivieren und ihre Daten unbewusst in die Cloud auszulagern.


Unser Blog verzichtet auf weiterführende Links, da wir nicht garantieren können, dass die Zieladresse weiterhin existiert und das anzeigt, wovon wir beim Erstellen des Blogs ausgingen.


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