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  • Marcel

Google löscht inaktive Konten, G-Mail inbegriffen



Datum

20.08.2023

Einleitung

Cloud-Speicher ist teuer und wird immer teurer, vor allem wenn die Konzerne plötzlich Energie- und CO₂-Kosten bezahlen müssen. Da das Internet bekanntlich nichts vergisst, bleibt auch Datenmüll (ungenutzte Accounts, Fotos, Dokumente, E-Mails, die niemand mehr braucht) zurück, der irgendwann entsorgt werden muss, weil er laufende Kosten verursacht. Deshalb gehen immer mehr Unternehmen dazu über, alte Datenbestände zu löschen oder alte, nicht mehr rentable Angebote zu schließen. Meist bekommt man zwei, drei E-Mails, die man heutzutage für Spam hält, und dann sind die Daten, die Programme einfach weg.

Warum löscht Google die Konten?

Google begründet seine Löschaktion mit Sicherheitsbedenken. Da die betroffenen Konten über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wurden, verfügten sie nicht mehr über die aktuellen Sicherheitsstandards und sind Einfallstore für Cyberkriminelle. Hinter der Aktion stecken aber sicherlich auch die in der Einleitung erläuterten Gründe.

Wie geht Google vor?

Ab Dezember 2023 wird Google alle Konten inklusive G-Mail löschen, die zwei Jahre lang nicht genutzt wurden. Die meisten Nutzer denken sicher, dass dies kein Problem ist, aber der Teufel steckt im Detail. Was bedeutet Nutzung?

Nutzung ist das aktive Einloggen mit der Google ID und dem Passwort in einen Google Dienst, zum Beispiel eine identifizierte Nutzung von G-Mail, Youtube, Google Drive oder PlayStore.

Wenn man allerdings ein Android-Handy benutzt und noch nie neue Apps installiert oder aktualisiert hat, wird die Sache schon kniffliger. Denn jedes Android-Handy braucht eine Google-ID, wird diese gelöscht, hat man ein Problem. Gleiches gilt für die Anmeldung über Dritthersteller. Kann Google eine E-Mail-Verbindung über ein Nicht-Google-Programm als aktive Nutzung erkennen?

Was soll man tun?

Wer sich in der fraglichen Zeit nicht bewusst bei Google angemeldet hat, sollte dies jetzt sicherheitshalber nachholen, sofern er ein Google-Konto besitzt.


Dazu startet man einen Browser, am besten Google Chrome (für COMPUTERHELLEF DOHEEM-Kunden das Icon „Social Media“ auf dem Desktop). Auf der Google-Seite klickt man auf das Wort Gmail und gibt seine Google-ID ein. Dann gibt man das Passwort ein.


Das Konto öffnet sich und fragt eventuell nach weiteren Daten wie einer alternativen E-Mail-Adresse oder Telefonnummer.


Ab hier sollte man aufpassen, dass man nichts abonniert oder aktiviert, was in einer Abofalle oder einer ungewollten Datenweitergabe endet.


Das heißt, wenn Google nach der Kreditkarte fragt oder Synchronisierungen oder das automatische Speichern von Passwörtern aktivieren möchte, antwortet man mit „NEIN“. Man braucht keine Angst zu haben, man muss nur lesen, was da steht und entsprechend antworten.


Wichtig ist, dass man zumindest die Option "Alternative Telefonnummer" akzeptiert, damit man bei Sicherheitsproblemen mit dem Google-Konto eine SMS erhält.

COMPUTERHELLEF DOHEEM Kunden können unser HELPDESK für Fragen und Unterstützung nutzen, alle anderen sollten sich bei Schwierigkeiten an einen Fachmann wenden, gerne auch an uns.


Wenn Sie diesen Schritt abgeschlossen haben, klicken Sie in der rechten oberen Ecke Ihres G-Mail-Kontos auf Schreiben und Senden Sie sich selbst eine E-Mail.

Und schon ist Ihr Konto gerettet.


Alternative

Android-Nutzer können ihre Apps ganz einfach aktualisieren. Klicken Sie dazu auf das Play-Store-Symbol und dann auf das Kreissymbol oben rechts. Dann auf "Apps und Gerät verwalten" und schließlich auf "Alle aktualisieren" klicken. Nach der Aktualisierung schließen Sie die App wie gewohnt.


Fazit

Alle Internetdienste können jederzeit, mit oder ohne Vorankündigung eingestellt werden. Nach der Abschaltung sind alle Daten unwiederbringlich verloren. Überlegen Sie daher immer, welche Internetdienste Sie nutzen und was eine Abschaltung für Sie bedeutet. Im Zweifelsfall sollten immer lokale Backups erstellt werden.


Unternehmen droht der Ruin, wenn externe Dienste wie Buchhaltung, Rechnungswesen etc. ausfallen. Deshalb sollten sich gerade diese dreimal überlegen, ob sie auf Cloud-Anwendungen wie Buchhaltung, Rechnungswesen etc. zurückgreifen. Denn wenn die Cloud durch einen Cyberangriff, Krieg, Feuer oder technisches Versagen ausfällt, ist alles verloren.

Auch hier sind lokale Backups oder vertraglich zugesicherte Notfalllösungen und Ausfallkompensationen das Mindeste, um eine Katastrophe zu vermeiden.


Quelle

Internetnachrichtendienste


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