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Die Luft für Windows-10-Nutzer wird dünner

Aktualisiert: 30. Juni




Einleitung

Die Arbeit mit dem Computer geht leicht von der Hand. Man kennt alle Arbeitsabläufe, die verschiedenen Bildschirme und erledigt die gängigen Aufgaben routiniert. Schließlich ist man ein eingespieltes Team: der Computer, Windows10 und man selbst. Mehr braucht man nicht. Wäre da nicht der Fortschritt. Neue Sicherheitsstandards, die zunehmende Digitalisierung und die immer stärkere Einbindung von KI erfordern immer mehr Rechenleistung und den Umstieg auf Windows 11.


Und so bleibt bis Oktober 2025, dem definitiven Ende des Lebenszyklus von Windows10, nichts anderes übrig, als auf Windows 11 umzusteigen und, wenn das mit dem aktuellen Gerät nicht mehr möglich ist, in einen neuen Computer zu investieren.


Die Vorteile der Migration

Windows 11 bietet gegenüber von Windows10 eine Vielzahl von Verbesserungen und neuen Funktionen, die laut Microsoft die Benutzererfahrung verbessern soll. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der überarbeiteten Benutzeroberfläche mit zentriertem Startmenü und modernen, aufgeräumtem Design.


Im Hinblick auf die Sicherheit setzt Windows 11 auf die hardwarebasierte TPM-Technik (Trusted Platform Module). Es handelt sich hierbei um einen auf dem Motherboard oder im Prozessor verbauten Mikrocontroller, der sensible Daten, wie Zugangsdaten der Benutzer, Passwörter, Fingerabdrücke, Zertifikate und Verschlüsselungsschlüssel hinter einer Hardwareschranke vor Angriffen von außen schützt. Dies ist insbesondere für Webbanking und Webshopping von Relevanz.


Des Weiteren verbessert Windows 11 den Schutz vor zwielichtiger Software durch neue Sicherheitsmaßnahmen, wie Secure Boot, blockiert erkannte Malware ab und fragt bei unbekannter Software nach der weiteren Vorgehensweise.

Hinsichtlich der Teamarbeit, Kommunikation und Zusammenarbeit integriert Windows 11 Microsoft Teams in optimierter Form.


Ein weiterer Höhepunkt ist die verbesserte Speicher- und Prozessverwaltung, welche das Gamerherz höher schlagen lässt. Denn Dank DirectStorage, Auto-HDR werden die Grafik- und Ladezeiten merklich verbessert.


Die Nachteile der Migration

Es versteht sich von selbst, dass alte Computer nicht unbedingt über die bereits erwähnten TPM-Mikrocontroller verfügen und somit von der Migration auf Windows 11 ausgeschlossen werden, da die Computerindustrie nicht weitsichtig genug dachte, um Upgrade-Sets vorzusehen, oder wenn doch, diese nur unter großem Suchaufwand zu erwerben sind.


Eine weitere Migrationssperre gilt den Prozessoren, deren Migrationsfähigkeit Microsoft regelmäßig neu bewertet. Auch hier verzichtete die Computerindustrie bei den meisten Geräten auf die mögliche Austauschfähigkeit verzichtet, oder bietet keine Austauschware mehr an.


Ein Wechsel des Betriebssystems ist in der Regel mit einer technischen Aufrüstung des Computers verbunden, da das neue Betriebssystem in der Regel schwerfälliger ist als das alte. Um weiterhin flüssig arbeiten zu können, ist es erforderlich, dass der Computer zwingend über eine SSD und mindestens 8 GB RAM verfügt.


Aber auch hier hat die Computerindustrie bei billiger Massenware den Riegel vorgeschoben, die Ram oder das Gehäuse verklebt, oder eine proprietäre, nicht upgradefähige Hardware verbaut.


Schlussendlich können viele Benutzer nichts mit dem neuen Design, den Gamer- oder Teamfunktionen anfangen und wünschen sich im Geheimen den Look und die optische Zugänglichkeit von Windows 7 zurück.


Umweltauswirkungen: CO₂-Kosten und Elektroschrott

Der fehlende Nachhaltigkeitsgedanke der Computerindustrie hat erhebliche ökologisch Auswirkungen. Dann die Herstellung neuer Hardware verursacht beträchtliche CO₂-Emissionen.


Laut einer Studie von Intel und Microsoft werden durch die Produktion eines einzigen neuen Laptops durchschnittlich 320 kg CO₂ freigesetzt. Wenn also Millionen von Nutzern gezwungen sind, ihre Hardware zu erneuern, kann man sich leicht ausmalen, was dies für die Umweltbilanz bedeutet.


Zusätzlich entsteht nach aktuellen Schätzungen, durch die erzwungene Migration weltweit bis zu 1,5 Millionen Tonnen Elektroschrott. Eine für die Umwelt enorme Herausforderung, da viele dieser Altgeräte nicht ordnungsgemäß recycelt werden und auch die Entsorgung CO₂ und Schadstoffe aller Art erzeugt. Dies zum Thema Nachhaltigkeit.


Fazit

Ab Oktober 2025 ist Windows 10 sicherheitstechnisch nicht mehr nutzbar. Die erzwungene Migration von Windows 10 auf Windows 11 bringt für private Nutzer sowohl Vorteile wie modernere Technologien und verbesserte Sicherheitsfunktionen, insbesondere im Bereich Webbanking und Webshopping, als auch erhebliche Nachteile, insbesondere finanzielle Belastungen und ökologische Konsequenzen.


Da die Nutzer jedoch keine Wahl haben, ist es wichtig, sich rechtzeitig auf die Umstellung vorzubereiten und mögliche Hardware-Upgrades oder den Computerwechsel einzuplanen, um weiterhin sicher und effizient arbeiten zu können.

Bleibt nur noch zu erwähnen, dass beim Neukauf das Augenmerk mehr auf der verbauten Technik, als auf dem Preis liegen sollte. Denn je älter die Technik, umso schneller muss das Gerät erneut ausgetauscht werden.


Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die sogenannten „Märkte” den Hardwareaustausch bereits als Profitquelle ausgemacht haben und mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür sorgen werden, dass die Preise bis Oktober 2025 steigen werden.


Wer allerdings glaubt, mit einem Wechsel auf Apple dem Hardwareaustausch zu entkommen, muss leider eines Besseren belehrt werden, denn auch hier gibt es sicherheitstechnisch bedingte Systemwechsel, die immer öfter in einem Neukauf enden.


Unser Blog verzichtet auf weiterführende Links, da wir nicht garantieren können, dass die Zieladresse weiterhin existiert und das anzeigt, wovon wir beim Erstellen des Blogs ausgingen.

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